Tanzender Stern

Ein Workshop-Projekt für Schüler*innen zwischen 9 und 11 Jahren, Lehrkräfte und Eltern – gegen Stigmatisierung, für Mut und Empathie

Kinder mit ADHS erleben oft mehr Kritik, Ablehnung und Misserfolge als andere – mit schwerwiegenden Folgen für die seelische Gesundheit. Denn diese anhaltenden Belastungen verhindern nicht nur die Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls, sondern erschweren auch den Aufbau enger, vertrauensvoller Beziehungen. Entsprechend zeigen wissenschaftliche Studien, dass ADHS-Betroffene überdurchschnittlich häufig unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, posttraumatischer Belastungsstörung oder Suchterkrankungen leiden.

Doch die Geschichte kann auch ganz anders verlaufen. Denn diese besondere Art, die Welt wahrzunehmen, bringt neben Herausforderungen auch viele Stärken mit sich: Ideenreichtum, Gerechtigkeitssinn, Begeisterungsfähigkeit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, sind nur einige davon. Damit diese Potenziale wachsen können und Risiken eingedämmt werden, brauchen betroffene Kinder ein unterstützendes Umfeld, das mit fundiertem Wissen und geeigneten Strategien auf ihre Bedürfnisse eingeht.

Genau hier setzen wir an. Mit TANZENDER STERN bringen wir kostenlose, professionell durchgeführte Workshops direkt in die Schulen – zu den Kindern, Eltern und Lehrkräften. Unser Ziel: Verständnis fördern, Vorurteile abbauen und dazu beitragen, dass junge Menschen mit dieser Besonderheit nicht nur durchhalten, sondern wirklich wachsen und sich entfalten können.

 

Über unsere Workshops:

Für Schüler*innen (9-11 Jahre)

Mit erlebnisorientierten, abwechslungsreichen und spielerischen Methoden aus der Theaterpädagogik stärken wir in zwei jeweils 90-minütigen Modulen wichtige emotionale und soziale Kompetenzen. In Modul 1 unterstützen wir die Entwicklung eines positiven Verhältnisses zu sich selbst – mit Übungen zu Selbstwert und Selbstwirksamkeit sowie zum Entdecken und Verfolgen der eigenen Interessen. Bei Modul 2 geht es um die Beziehung zu anderen: Im Fokus stehen hier das Erleben von Gemeinschaft und ein wertschätzender Umgang mit Individualität und Diversität. Beide Module sind bewusst so gestaltet, dass die zentralen “Stolpersteine” bei ADHS spielerisch adressiert werden – gleichzeitig aber alle Kinder von den Inhalten profitieren. So tragen wir dazu bei, dass Kinder sich in Schule und Alltag sicherer fühlen und langfristig psychisch stabiler, belastbarer und zufriedener durchs Leben gehen.

Für Eltern & Lehrkräfte

Auf Grundlage des aktuellen Forschungsstands klären wir auf – über die erhöhten Krankheitsrisiken, aber auch über die Chancen, die mit ADHS verbunden sind. Damit sensibilisieren wir für das, was ADHS ist – und was es nicht ist. In einer Zeit, in der lebhaften Kindern oftmals vorschnell eine vermeintliche Hyperaktivität attestiert wird, während unauffälligere Symptombilder weiterhin häufig übersehen werden, möchten wir dem oftmals vereinfachten und einseitigen öffentlichen Bild eine umfassendere und differenzierte Perspektive entgegensetzen. Um sowohl Unter- als auch Überdiagnosen entgegenzutreten, ermutigen wir zu frühzeitiger ärztlicher Abklärung anstelle von Stigmatisierung und Selbstdiagnostik. Mit hilfreichen Strategien und Informationen zu weiteren Hilfsangeboten geben wir Impulse für Entlastung, Sicherheit und mehr Gelassenheit im Alltag.

 

Du wünschst dir einen Workshop an deiner Schule? In einem unverbindlichen Beratungsgespräch können wir gemeinsam herausfinden, ob unser Projekt zu deiner Schule passt. Schreibe uns gerne eine Mail an raphael@pen-paper-peace.org