PPP Hon LogoWie designt und näht man einen Schuh? Wie kommt der Strom in die Steckdose? Was muss man beim Schweißen beachten? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Nähen und Schneidern? Diese und weitere Fragen können Jugendliche wie Teodoro leicht beantworten,nachdem sie das Berufsvorbereitungsprogramm in den „Talleres“ (span. für Werkstätten) von nph Honduras durchlaufen haben. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Denn obwohl eine gute Ausbildung in Honduras einen hohen Stellenwert hat, verlassen die allermeisten Kinder die Schule nach der 6. Klasse mit einem geringen Wissensstand und ohne Aussicht auf weitere Schul- oder Berufsausbildung.
Teodoro entschied sich für das Tischlerei Programm in den Talleres und ist mittlerweile ein Profi seines Fachs, sodass er auch jüngeren Schüler/innen helfen kann, wenn sie nicht weiterwissen. Die Talleres gaben ihm eine Zukunftsaussicht, die sonst für ein Waisenkind wie ihn undenkbar wäre. Teodoros großer Traum ist es, als Ingenieur zu arbeiten.

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Die Werkstätten liegen in der Gemeinde La Venta, etwa eine Autostunde entfernt von der Hauptstadt Tegucigalpa. Auch die lokale Gemeinschaft profitiert mittel- bis langfristig von mehr Fachkräften und weniger Abwanderung. Das Berufsvorbereitungsprojekt ermöglicht benachteiligten Jugendlichen, in einem 3jährigen Programm praktische Erfahrungen in verschiedenen Handwerken zu sammeln. Die Auswahl aus sieben Richtungen - von der Kosmetik bis zur Schweißerei - hilft, dass die Jugendlichen unter professioneller Anleitung durch zertifizierte Lehrkräfte ihr individuelles Potential entwickeln, welches in jeder/m Einzelnen angelegt ist. Das Programm endet mit einer landesweit anerkannten Prüfung. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für die Weiterqualifikation zur ausgebildeten Fachkraft. Alle Teilnehmer*innen besuchen parallel die benachbarte Sekundarschule. Diese gründliche Ausbildung der Jugendlichen verbessert langfristig das Angebot an Fachkräften und fördert damit die Entwicklung der lokalen Wirtschaft.