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April 2017: Bald schon gibt's sauberes Wasser in unserer Schule

Wir haben ganz tolle Neuigkeiten: unser Förderantrag wurde bewilligt! „Ein Herz für Kinder“ finanziert mit 37.978,27 € eine Trinkwasseraufbereitungsanlage. Schon bald haben mehr als 1500 Menschen in Haiti täglich sauberes Wasser! Wir prüfen aktuell, welche Schule dringenderen Bedarf hat, St. Emma oder St. Nicolas, und legen uns weiterhin ins Zeug, bald die zweite Trinkwasseraufbereitungsanlage für die andere Schule aufstellen zu können!
Die Anlagen sind teuer in der Anschaffung und in der Installation, da die Brunnen erst vertieft werden müssen. Einmal aufgestellt, verursachen sie aber nur sehr geringe Folgekosten, denn geschultes Personal steht für die Wartungsarbeiten bereits bereit. Wir freuen uns riesig!

Ein 3 fur Kinder


Außerdem ist in den letzten Wochen unser gefördertes Projekt „Schüler schauen über den Tellerrand“ erfolgreich in zwei weiteren Schulklassen gelaufen. Die Schülerinnen und Schüler haben in einer Unterrichtsreihe zur haitianischen Revolution viel Neues gelernt und globale Bezüge hergestellt. Die Schulmaterialien werden nun noch von uns evaluiert und im Anschluss veröffentlicht, damit sie bald Lehrkräften im ganzen Bundesgebiet kostenfrei zur Verfügung stehen. Für das Projekt „Schüler schauen über den Tellerrand“ haben wir übrigens eine Förderung erhalten, so dass keine Spendengelder dafür aufgewendet werden.

Fieberkurven Schultafel



Auch wenn das Jahr 2017 so erfreulich startet, so ist es nach wie vor eine Herausforderung, die laufenden Kosten von St. Emma und St. Nicolas zusammen zu bekommen. Immer noch haben 25% aller Kinder in Haiti keinen Zugang zu Bildung, denn auch öffentliche Schulen kosten Geld. An unseren Schulen müssen die Familien bekanntlich kein Schulgeld zahlen. Hilf mit, damit eine ganze Klasse einen Monat lang lernen darf. Ein Monat Unterricht für eine Schulklasse kostet 482,35 €. Gemeinsam kann unsere Solidarität viel bewirken!

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Ein schönes Wochenende wünschen
Lisa, Nora, Ralf, Luca, Felix, Felix, Sophia, Verena, Anne, Michaela, Peter und Alissa von PEN PAPER PEACE e.V.


Oktober 2016:

Nach dem Hurrikane Matthew in Haiti wird das Ausmaß der Schäden erst langsam ersichtlich
Die Menschen brauchen jetzt unsere Solidarität

Diese Woche haben wir sorgenvoll die Nachrichten aus Haiti verfolgt. Der Hurrikan Matthew fegte Dienstag mit einer Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h und begleitet von Starkregen über Haiti hinweg. Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe wird erst langsam ersichtlich. Die anfänglich gemeldete Zahl von vier Todesfällen ist mittlerweile überholt, sie wird nun auf 122 bis 330 geschätzt. Die Folgen für die Überlebenden sind katastrophal.

Vor allem der Süden des Landes ist betroffen. Ganze Städte sind überschwemmt, Häuser, Ernten und Lebensmittelvorräte zerstört. Aufgrund der Entwaldung wurden Erdrutsche erleichtert. Flüsse sind überschwemmt, Bäume entwurzelt, Brücken zerstört, die Infrastruktur des Landes ist zusammen gebrochen. Die Gefahr der Ausbreitung von Seuchen, allen voran Typhus und Cholera, steigt an, Trinkwasser ist knapp.

 

Haiti Matthew Hochwasser

 

Der Regen hält noch immer an. Momentan fällt in Haiti so viel Regenwasser pro Tag wie normalerweise in einem ganzen Jahr. Aufgrund des Wetters und der Überschwemmungen können Flugzeuge nicht fliegen. Einige Mitarbeiter von St. Luc, dem Träger unserer Schulen und nph haiti, unserer Partner-Organisation vor Ort, konnten gestern trotz des Regens mit dem Helikopter in den Süden fliegen und Hilfsgüter zu einer Gemeinde bringen. Das Ausmaß der Katastrophe verschlug ihnen die Sprache. Father Enzo, ein sehr sympathischer Italiener, der uns bei unserem letzten Besuch in Port-au-Prince sehr leckeren Espresso serviert hat, beschreibt das Erlebnis:

„We landed on the football field. The pilot was afraid to land, thinking that the people would assault us in search for food, and just wanted to go from one place to another by air. We are well known in the area, and Nebez is originally from there, so we landed. The pilot gave us 15 minutes on the ground because of the weather conditions. As we landed we were surrounded by hundreds of people who began to clap hands, sing and praise God for our arrival. It was almost like they were visited by God. More than bringing food, blankets, clothes or water, I think today it was very important to them to know that they were not abandoned, they are not alone and that they belong to a bigger family. When we left they knew that we will return because of the relationship we have built there and that has always involved the local community.“

Wir wissen noch nicht, wie es um unsere Schulen bestellt ist. Sie liegen in Cité Soleil, dem größten Slum von Port-au-Prince. Die Kinder unserer Schulen St. Emma und St. Nicolas und ihre Familien leben dort in Notunterkünften, Zelten oder Wellblechhütten, die dem Sturm und dem anhaltenden Regen besonders ausgesetzt sind. Schon bei etwas stärkeren Regenfällen in der Regenzeit, wie sie jedes Jahr vielfach auftreten, rauschen die Wassermassen durch Cité Soleil, dringen in einen Großteil der Hütten und Häuser ein und schwemmen Unrat hinein. Wie es jetzt aussieht, mögen wir uns nicht vorstellen.

 

Haiti Matthew Essensausgabe

 

In den letzten Tagen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von St. Luc und nph haiti Lebensmittel, Trinkwasser und Decken in den Armenvierteln verteilt. Je mehr Geld sie zur Verfügung haben, desto mehr können sie helfen!

Dies ist der Moment, in dem wir alle sofort handeln müssen! Bitte zeige Solidarität und überweise einen Betrag deines Ermessens zur Soforthilfe. Gebraucht werden unter anderem Cholera Kits und Nothilfepakete, die eine ganze Familie für ein paar Tage versorgen können. Nothilfepakete enthalten in der Regel: (2-3) Kerzen; 1 Packung Streichhölzer; 1 Liter Öl; 10 Brötchen; 1 Kg Erdnussbutter; 1 Packung Trinkwassertabletten; 4 Kg Pasta; 4 kg Reis; 1-2 Kg Zucker; 1-2 Kg Mehl; 1 Decke; Hygienische Artikel wie Klopapiere, Binden und Seife. Erfahrungsgemäß steigen die Preise bei Lebensmittelknappheit bzw. in Katastrophenzeiten sofort an.

Wir sind tief betroffen. Letzte Woche haben wir noch überlegt, wie wir die Schulen diese Jahr finanzieren können. Jetzt scheint der Wunsch, das geregelte Schulleben am Leben zu halten fast wie ein Luxusproblem angesichts der aktuellen Umstände. Vorher hatten die Familien kein Geld, um Schulbücher zu kaufen. Wie sie jetzt die nächsten Wochen überstehen, ist völlig unklar.

Die Haitianerinen und Haitianer packen bereits tatenkräftig an und räumen auf. Father Enzo schreibt dazu: „On our way back to the helicopter it was amazing to see women washing clothes, cooking, drying the corn or the rice in the sun, to see the notebooks and books of the children drying in the sun hoping to go back to school as soon as possible. (...) They are like a boxer in a boxing ring. Knocked down, and the count to ten is on, but they are always able to stand up before the final countdown. Not even the hurricane can knock them out. (...) These are people, who are already so vulnerable of being invisible to the outside world, and I am humbled today to have had the chance to help share their story.“

Wir können jetzt mit Geld für Nothilfepakete, Cholera Kits und Trinkwasser helfen!

 

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Bitte vermerke bei deiner Zuwendung in dem Feld „Nachrichten“, ob du für die Notfallhilfe oder für den Erhalt von St. Emma und St. Nicolas spendest. Wir danken dir von Herzen!

Herzliche Grüße

Lisa, Nora, Ralf, Luca, Felix, Felix, Sophia, Verena, Anne, Michaela, Peter und Alissa von PEN PAPER PEACE e.V.