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Juli 2017: Unsere Honduras-Reise
07.05-12.05.2017

Die Honduras-Reise verdanken wir im Grunde der Vision und der Ausdauer eines ganz besonderen Menschen! Vor drei Jahren kontaktierte uns Juan Jose A., ein junger Anwalt aus Honduras, der sich mit zwei Projekten dafür einsetzt, mehr Gerechtigkeit in seinem Land zu erwirken und die Situation für sozial Benachteiligte zu verbessern.

Als ihn eine Geschäftsreise nach Deutschland führte, trafen wir uns in Berlin und tauschten uns aus. Begeistert von den Wirkungskreisen, die St. Emma und St. Nicolas in Port-au-Prince ziehen, organisierte er kurzerhand eine Spendensammlung für Haiti und spendete ca. 8.000 € für die beiden Schulen!

Honduras Mai 2017 Painted Wall
Juan lud uns ein, ihn in Honduras zu besuchen und Land und Leute kennenzulernen. Dank Juans Einladung und unserem Flugpartner Condor konnten wir die Reise nun im Mai 2017 antreten ohne Spendengelder dafür aufzuwenden. Dankbar für die Freiflüge von Condor machten wir mehrere Zwischenstopps (die Airline fliegt Honduras nicht direkt an) und kamen nach 20 Stunden Reisezeit in Tegucigalpa an. Die Hin- und Rückreise waren beinahe länger als der Aufenthalt, aber wir, also Milena, Luca und Alissa, waren froh über die Chance, inspirierende Menschen und Projekte kennenzulernen.

Honduras ist ein tolles Land, mit sehr herzlichen Menschen und einer beeindruckend schönen Natur. Wir haben viel Armut gesehen, aber auch viele Engagierte kennengelernt, die sich mit ihren Projekten dafür einsetzen, diese zu beseitigen.

Honduras Mai 2017 Alissa with children

Eines dieser Projekte war zum Beispiel der Kindergarten „Pasos Pequenitos“ („Kleine Schritte“) unseres langjährigen Partners nph. Der Kindergarten ermöglicht jungen, alleinstehenden Müttern zu arbeiten, zu studieren oder eine Ausbildung abzuschließen und bietet ihren Kindern in dieser Zeit ein kostenloses und sicheres zweites Zuhause. Es war schön, zu sehen, wie liebevoll sich die Betreuerinnen um die Kinder kümmern.

Honduras Mai 2017 Luca

Ein weiteres tolles Programm im Kinderdorf von nph ist die Arbeit mit Jugendlichen in den “Talleres” (Werkstätten). Hier gibt es verschiedene Angeboten, wie zum Beispiel Friseur-, Näh- und Schreinerausbildungen, in denen die Jugendlichen ihre Nachmittage verbringen. Es wird individuell geschaut, wie viel Zeit jeder von ihnen in der Ausbildung und wie viel in der Schule verbringen sollte. Auch die Ausbildung selbst verläuft sehr individuell in verschiedenen Stufen, um jeden Jugendlichen passend zu erreichen und zu fördern.

Honduras Mai 2017 Tour

Am dritten Tag haben wir eine von vier Schulen der Organisation ACOES in Tegucigalpa besucht, in der ca. 1000 Kinder täglich kostenlos lernen können. Auf diese Schule ging im letzten Jahr auch William, den wir bei sich zu Hause besuchen durften. Dieses Jahr bekam William eine besondere Förderung, denn er durfte eine Elite-Schule besuchen: Taular heißt das Projekt, das wir auf unserer Reise ebenfalls kennengelernt haben. Ca. 400 Kinder aus den benachteiligsten Gebieten Tegucigalpas bekommen hier finanziert durch Spendengelder jedes Jahr eine erstklassige Ausbildung an einer Elite-Schule, die sie auf ein Stipendien an einer der Universitäten vorbereitet.

honduras Mai 2017 grandmother and child

Eine ganz besondere Erfahrung war unsere Reise aufs Land nach “Las Botijas”. Das Bergdorf liegt abgeschieden, die Anbindung an die nächste Stadt ist schlecht. Wir besuchten ein paar Dorfbewohner, sprachen mit ihnen über ihren und unseren Alltag, ihre Wünsche und Hoffnungen. Überwältigt waren wir nicht nur von ihrer Herzlichkeit, auch die Dorfschule beeindruckte uns. Mit sehr begrenzten Mitteln wird dort eine große Anzahl von Kindern unterrichtet und auf die Zukunft vorbereitet. Im Unterschied zu Haiti ist der Schulbesuch in Honduras kostenfrei, allerdings ist der Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Schulen immens und begünstigt die Fortschreibung sozialer Klassen.

Honduras Mai 2017 school girls

Nach vier Tagen in Honduras, in denen wir alles wie Schwämme aufgesogen haben, traten wir bereits die Rückreise nach Deutschland an. Die vielen Eindrücke und Begegnungen bleiben in unseren Herzen. Wir bleiben Honduras verbunden und finden zukünftig einen Weg, vor Ort tätig zu werden. Milena ist ab sofort unsere Honduras-Referentin und übernimmt ehrenamtlich die Kommunikation und das Projektmanagement bezüglich Honduras und zukünftiger Projekte. Da Milena fließend Spanisch spricht und bereits zwei Jahre in der Dominikanischen Republik gearbeitet hat, freut sie sich, ihre Talente und Fähigkeiten nun zielgerichtet einsetzen zu können. Wer sich für Honduras interessiert und mitmischen möchte schreibe bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wer uns bei unserem Engagement in Haiti unterstützen möchte, ist ebenso herzlich eingeladen. Einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zu guter Letzt nochmals unser großer Dank an Condor und vor allem an Juan Jose A., der uns mit viel Liebe und riesigem Willen, zu helfen, seine Heimat von so vielen Seiten gezeigt hat.

Milena, Luca und Alissa

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April 2017: Bald schon gibt's sauberes Wasser in unserer Schule

Wir haben ganz tolle Neuigkeiten: unser Förderantrag wurde bewilligt! „Ein Herz für Kinder“ finanziert mit 37.978,27 € eine Trinkwasseraufbereitungsanlage. Schon bald haben mehr als 1500 Menschen in Haiti täglich sauberes Wasser! Wir prüfen aktuell, welche Schule dringenderen Bedarf hat, St. Emma oder St. Nicolas, und legen uns weiterhin ins Zeug, bald die zweite Trinkwasseraufbereitungsanlage für die andere Schule aufstellen zu können!
Die Anlagen sind teuer in der Anschaffung und in der Installation, da die Brunnen erst vertieft werden müssen. Einmal aufgestellt, verursachen sie aber nur sehr geringe Folgekosten, denn geschultes Personal steht für die Wartungsarbeiten bereits bereit. Wir freuen uns riesig!

Ein 3 fur Kinder


Außerdem ist in den letzten Wochen unser gefördertes Projekt „Schüler schauen über den Tellerrand“ erfolgreich in zwei weiteren Schulklassen gelaufen. Die Schülerinnen und Schüler haben in einer Unterrichtsreihe zur haitianischen Revolution viel Neues gelernt und globale Bezüge hergestellt. Die Schulmaterialien werden nun noch von uns evaluiert und im Anschluss veröffentlicht, damit sie bald Lehrkräften im ganzen Bundesgebiet kostenfrei zur Verfügung stehen. Für das Projekt „Schüler schauen über den Tellerrand“ haben wir übrigens eine Förderung erhalten, so dass keine Spendengelder dafür aufgewendet werden.

Fieberkurven Schultafel



Auch wenn das Jahr 2017 so erfreulich startet, so ist es nach wie vor eine Herausforderung, die laufenden Kosten von St. Emma und St. Nicolas zusammen zu bekommen. Immer noch haben 25% aller Kinder in Haiti keinen Zugang zu Bildung, denn auch öffentliche Schulen kosten Geld. An unseren Schulen müssen die Familien bekanntlich kein Schulgeld zahlen. Hilf mit, damit eine ganze Klasse einen Monat lang lernen darf. Ein Monat Unterricht für eine Schulklasse kostet 482,35 €. Gemeinsam kann unsere Solidarität viel bewirken!

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Ein schönes Wochenende wünschen
Lisa, Nora, Ralf, Luca, Felix, Felix, Sophia, Verena, Anne, Michaela, Peter und Alissa von PEN PAPER PEACE e.V.